Die Arbeit behandelt Tatbestands-, Schadens- und Kausalitätsprobleme bei Post-M&A-Streitigkeiten in Bezug auf Bilanzgarantie- und Informationspflichtverletzungen. Die Ausführungen zu den Tatbestandsproblemen konzentrieren sich bzgl. der Bilanzgarantieverletzung vorwiegend auf das normativ-subjektive Fehlerbegriffsverständnis und bzgl. der Informationspflichtverletzung des Verkäufers auf den Fall, dass der Käufer eine Due Diligence durchführt. In diesem Zusammenhang wurde im Wintersemester 2022/2023 eine Studie zur Etablierung der Due Diligence und ihren Auswirkungen auf M&A-Transaktionen erhoben.
Auf der Rechtsfolgenseite wird insbesondere das Problem der Ersatzfähigkeit des Schadens analysiert. Die Darstellung erfolgt auf Grundlage der schadensrechtlichen Dogmatik, unter Berücksichtigung der (schieds-)gerichtlichen Praxis und unter Einbeziehung der Ergebnisse der genannten Studie. Ferner werden die beweisrechtlichen Schwierigkeiten der haftungsausfüllenden Kausalität erörtert.