Die Arbeit untersucht das Gesetz zur Einführung virtueller Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften vom 26.7.2022 unter zwei grundlegenden Gesichtspunkten: der Verstetigung der virtuellen Hauptversammlung sowie den im Gesetz enthaltenen Ansätzen, das Konzept der Hauptversammlung als solches zu modernisieren. Sie zeichnet dabei den Weg dieses lange diskutierten Vorhabens über die Krisengesetzgebung des GesRuaCOVBekG bis zum nun geltenden Recht nach und analysiert dieses ausführlich. Die Verstetigung bewertet die Arbeit insgesamt als gelungen. Positiv hervorgehoben werden die technologieoffene Ausgestaltung und das Beschlussmängelrecht für technische Störungen. Die im Gesetz enthaltenen Reformansätze werden dagegen kritischer bewertet. Von einem ambitionierten Referentenentwurf seien lediglich vereinzelte, inkonsistente Ansätze übriggeblieben. Infolgedessen werden weitergehende Reformideen geprüft und ein konkreter Maßnahmenkatalog zur legislatorischen Nachbesserung entwickelt.